Lokomotivmodelle der RüKB in TTe

Baubericht und Bildergalerie

Lokomotivmodell 994652 in TTe Lokomotivmodell 994652 in TTe Lokomotivmodell 994652 in TTe Lokomotivmodell 994652 in TTe Lokomotivmodell 994652 in TTe

Bauanleitung für das Fahrwerk der 99 4652

Die Grundlage des Fahrwerkes bilden die beiden Getriebehälften und die Bodenplatte. Die Bodenplatte ist so konstruiert, dass ein geschlossenes Fahrwerk entsteht, so dass kein Staub in die Zahnräder von unten eindringen kann.

Im ersten Arbeitsschritt werden die Zahnräder, welche ich bei Firma Feinmechanik Riedel in Leipzig anfertigen lies, mit einer Maschinenreibahle auf exakt 1,0 mm aufgerieben. Die so aufgeriebenen Bohrungen passen perfekt auf die geschliffenen gehärteten Zylinderstifte von 4 bzw. 5 mm Länge, die ich bei der Firma GHW bezogen habe. Seitlich sind die Zahnräder im Bereich der Zähne um jeweils 0,1 mm abgesetzt. Dies reduziert mögliche Schleifgeräusche und die Reibung am Rahmen.

Als nächstes habe ich die Achsbohrungen in der rechten Getriebehälfte, in die keine Achsstummel eingepresst werden, ebenfalls mit obiger Reibahle aufgerieben. Dies ist notwendig, damit die Getriebehälften satt gefügt werden können. Die linke Getriebehälfte hat Achsbohrungen mit 0,98 mm Durchmesser, so dass die Zylinderstifte mit leichter Presspassung gefügt werden können.

Jetzt folgt das schrittweise Einpressen der Achsen/Zylinderstifte. Um einen sauberen Lauf zu gewährleisten, habe ich selbige dieses Mal auch noch poliert. Dazu habe ich sie in die Proxxon Fräse in die Spindel eingespannt und zuerst von der einen Seite mit Polierpaste poliert, dann umgespannt und danach die Seite poliert, welche später in die Getriebehälfte eingepresst wird. Dies hat den Vorteil, dass ich nach dem Säubern des Stiftes diesen gleich mit Hilfe der Z-Spindel in die Getriebehälfte einpressen kann. Da die Stifte sehr kurz sind, konnte ich nicht die volle Einpresstiefe in diesem Arbeitsgang realisieren, da das Spannfutter an der Kontur anliegt. Somit ist ein nachfolgendes Verpressen bis auf Block mittels des Parallelschraubstockes notwendig. Bei der Achse für das Zwischenrad muss man nach dem ersten Einpressen das 1 mm dicke Zahnrad auf die Achse geben und dann mittels eines kleinen Messingadapters und einer außen aufgesteckten Hülse/Mutter die Achse so weit durchpressen, biss sie bündig mit dem Zahnrad abschließt.

Als nächstes habe ich die Zahnräder auf die Achsen gesteckt und mit Druckluft in schnelle Rotation versetzt. Dies simuliert ein Einlaufen und die Zahnräder laufen danach leicht und klappern aber nicht. Jetzt können die Achsen und die Bohrungen der Zahnräder mit Spezialfett leicht gefettet werden. Beginnend mit dem 1 mm dicken z=21er Zahnrad erfolgt die Montage aller anderen Zahnräder.

Jetzt kann die rechte Getriebehälfte mit leichtem Druck auf die drei Achsstummel aufgeschoben und mittels zweier 4 mm langen M1 Senkkopfschrauben gesichert werden.