Tipps zum Modellbau

Wissenswertes und Teileübersichten

Alu Rahmenteile Rahmenwinkel Bohrung und Passhülse Stromversorung zwischen den Modulen angeschraubtes Seitenbrett Modul mit Alubeinen aufeinandergestapelte Module transportfertige Module Module im Kofferraum Farbcodierung und Schutz der Schalterhebel

Aufbau der Modulkästen

Da im Moment der Platz für eine komplette große stationäre Anlage nicht vorhanden ist, haben wir beschlossen, die Anlagenteile in Form von Modulen aufzubauen. Dies hat den Vorteil, kleine überschaubare Abschnitte zu gestalten.

Die Größe der Module ergab sich aus dem Vorhandensein eines Schranksystems, in dem die Module gut geschützt untergebracht werden können. Die Kantenlänge der Module beträgt 35 x 82 cm. Auf dieser Fläche lassen sich in TTe schon recht ansehnliche Abschnitte darstellen. Somit können sich bei Wagenlängen von ca. 5 cm recht beachtliche Züglein durch die Modelllandschaft bewegen. Auch die Anlage der Wittower Fähre ist in einem guten Verhältnis von Wasser/ Schiff/ Anlegestelle/ Gleisanlage umsetzbar.

Um den Modulen eine größtmögliche Steifigkeit und auch ein geringes Gewicht zu verleihen, habe ich den Rahmen aus Alu-Strangpreßprofilen hergestellt. Diese sind im Baumarkt in verschiedensten Abmessungen erhältlich.

Ich wählte als Rahmen ein U-Profil mit den Maßen 43 x 25 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm. Dies ergibt eine gute Biegesteifigkeit, sowie eine ausreichende Rahmenhöhe zum Unterbringen von diversen Antrieben und Kabeln unter der Anlage. Die Einzelteile wurden im Winkel von 45° auf Länge gesägt. Als Eckverbinder kam ein L-Profil mit einem 16 mm großen Loch im Querschnitt zum Einsatz. Dieses Profil hat eine Wandstärke von 3,5 mm und ist somit hinreichend stabil. Die große Bohrung nimmt die eingesteckten Alu-Beine auf. In den Alurohren der Beine sind oben 5 cm lange Holzstücke eingeklemmt, in welche ich federbelastete Druckstücke eingeschraubt habe. Dadurch kann man die Beine in die Bohrungen schieben und sie verklemmen sich selbstständig und fallen nicht wieder von alleine heraus. Die Rahmenprofile und die Eckverbinder werden durch M4 Senkkopfschrauben miteinander verbunden. Dazu wurden in die Eckteile je Seite zwei Gewinde M4 geschnitten. Die Seitenteile erhalten Durchgangsbohrungen mit Senkung. Wenn exakt gearbeitet wurde, entsteht so nach der Montage ein leichter und stabiler Rahmen. Eine Spitzlackierung in braun schließt dies Anfertigung der Rahmen ab.

Die eigentliche Anlagengrundplatte bildet eine 10 mm starke Sperrholzplatte. Diese wird mit M4 Senkkopfschrauben auf den Alu-Rahmen geschraubt.

Die Verbindung der Module untereinander erfolgt durch je zwei Messing-Paßhülsen. Diese besitzen einen Durchmesser von 5 mm und haben ein M4 Innengewinde. Die Paßbohrungen wurden im Bereich der Eckverbinder eingebracht, so dass je Modulseite eine Führungslänge von 5 mm erreicht werden konnte. Dadurch sind die Module beim Zusammenbau perfekt zueinander ausgerichtet und die Schienenprofile stehen sich ohne weitere Justage exakt gegenüber.

Die elektrische Verbindung wird durch 9-polige Sub-D Stecker aus dem Computerbereich hergestellt. Diese sind sehr preiswert bei Fa. Pollin ELECTRONIC zu beziehen. Die Stecker befinden sich genau in der Mitte der Module, so dass die Module sehr freizügig eingebaut werden können (evtl. nur Stecker und Buchse tauschen - werden beide bei wechselseitig verbaubaren Modulen je Seite vorgehalten).

Die elektrischen Verbraucher werden über Schalter an der Längsseite angesteuert. Die Schalter lassen sich sehr gut an dem 1,5 mm starken Alu-Profil befestigen. Jeder Schalter hat am Hebel eine für die jeweilige Funktion festgelegte Farbkodierung.

Bevor die Gleise hergestellt werden können, wird für diese eine 4 mm starke Korkplatte bzw. Gummiunterlage im Bereich der Gleisanlagen auf das Sperrholz geklebt. Die Herstellung der Gleise habe ich im Kapitel Gleisbau beschrieben.

Für den Transport der Module können an die Stirnseite Sperrholzbretter befestigt werden. Diese sind nach oben versetzt, so dass unten Platz für das Brett des unteren Modules ist. So können die einzelnen Module übereinander gestapelt werden. Wenn dieses Brett an das obere Modul befestigt wird, entsteht aus den einzelnen miteinander verbundenen Modulen eine Art Kasten, der gut transportabel ist. In die Bretter eingebrachte Öffnungen dienen als Tragegriff. Ein einzelnes Deckbrett mit Winkelleiste verhindert beim obersten Modul eine versehentliche Beschädigung der Anlagenteile. Das unterste Modul erhält ebenfalls eine Abdeckung, damit die Weichenantriebe nicht beschädigt werden. Vor die Schalter wird vor dem Transport noch eine Kunststoffschiene geklipst, so dass die Hebel der Schalter nicht aus Versehen abgeknickt werden.